Wahlplakate Teil 1: So beeinflussen sie uns unbewusst – Kern

Ein herzliches Hallo,
wir sind mitten in der Nationalratswahl und überall sehen wir Plakate der Menschen, die sich zur Wahl stellen. Ein Gesicht schaut uns ernst an, ein anderes lächelt und wieder andere zeigen einen Gesichtsausdruck, der uns aus irgendeinem Grund irritiert.

Wieso ist das so? Verantwortlich dafür sind unsere Spiegelneuronen.

Unsere Augen sehen einen mimischen Ausdruck. Das Gehirn analysiert diesen in Sekundenbruchteilen und aktiviert subtil genau dieselben Muskeln in unserem Gesicht. Nun erleben wir durch die Spiegelneuronen unbewusst die Emotion, die mit diesem Gesichtsausdruck verbunden ist. Sie kennen diese Wirkung der Spiegelneuronen vom “ansteckenden Gähnen”.

Lesen Sie heute eine kurze Analyse zu einem Wahlplakat von Christian Kern.

“Man sieht oft etwas hundert Mal, tausend Mal, bevor es man es zum allerersten Mal wirklich sieht.”  (Christian Morgenstern)

Was löst ein Bild bei uns aus, wenn wir es ansehen?

Uns geht es nicht um Bildsprache oder Inhalte, sondern rein um die “Sprache der Mimik” und was diese mit uns macht.

Was ist Ihr erster Eindruck, wenn Sie Christian Kern auf diesem Foto ansehen?
Vielleicht schnappen Sie sich einen Spiegel und machen die Mimik nach. Welche Muskeln in Ihrem Gesicht werden gerade aktiviert? Welche Empfindungen haben Sie dabei?
Um eine Veränderung der Mimik feststellen zu können, brauchen wir immer ein Vergleichsbild.

Sie sehen links ein neutrales Foto, bei dem die Nasolabial-Falte von Christian Kern gut zu sehen ist.
Am rechten Bild ist diese Falte jedoch deutlich bei der Nasenwurzel nach oben gezogen. Diese Muskelbewegung machen wir dann, wenn wir etwas ablehnen oder nicht einverstanden sind. Und dieses Gefühl überträgt sich auf uns, wenn wir das Foto betrachten. Es entsteht ein leichtes Gefühl der Ablehnung. Ob das im Sinne des Erfinders ist?

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